Warum denn an die Decke gehen? Geh´n Sie lieber in die Luft!

Möchten auch Sie einmal in die Luft gehen?

Die Freiballon-Sportfreunde Harxheim/Mainz 1983 bieten selber keine gewerblichen Ballonfahrten an.
Wenn Sie gerne einmal im Korb mit dabei seien möchten, wenden Sie sich bitte an die Freiballon-Sportschule,
Holger Scheibel Ballonfahren in Rheinhessen.

Darüber hinaus bieten einige Vereinsmitglieder frei Plätze im Korb für Gäste an. Bitte wenden Sie sich hierfür direkt an die entsprechenden Mitglieder, die sie unter Ballonfahren in ... finden.

Warum heißt es Ballonfahren?
Dieser Ausdruck kommt aus den Anfängen der Luftfahrt. Bis die ersten Ballonfahrer vor 220 Jahren abhoben, gab es nur die Seefahrer. Und nun fuhren auch Menschen im Luftmeer,  also nannte man sie Luftfahrer.
Im deutschen Sprachgebrauch hat sich das bis heute erhalten, denn es heißt auch immer noch: Luftfahrt-Bundesamt, Ministerium für Luft- und Raumfahrt, Luftfahrtverein ... usw.

Für die Ballonfahrer ist es natürlich Tradition und sie nehmen es oft als Grund, mal ein Gläschen zu trinken, wenn der Neuling sich verspricht!

Die Grundlagen:
Vor über 200 Jahren, im Jahre 1783, erfanden die Gebrüder Montgolfier aus Annonay, Frankreich, den Heißluftballon. Im Jubiläumsjahr 1983 - 200 Jahre Ballonfahrt - begannen die Freiballon-Sportfreunde Harxheim/Mainz mit ihren Aktivitäten als erster Verein in Rheinhessen.

Die Ballonhüllen bestanden 1783 aus Papier, heute sind sie aus speziellem, mit Polyurethan beschichtetem Ripstop-Nylon. Geheizt wurde früher mit einem Gemisch aus Stroh und Schafswolle, heute haben wir moderne Brenner, die mit Propangas betrieben werden.
Der Korb wird heute wie früher aus Weide geflochten; dieses Material hat sich am besten bewährt wegen seiner Elastizität und Haltbarkeit.

Die Größe der modernen Sport-Ballone reicht von 1600 bis 3000 m3. Voll gefüllt überragen sie 6stöckige Häuser. Inzwischen werden auch Ballone von 8000 m³ und mehr gebaut. Die Instrumente, die an Bord mitgeführt werden, sind Höhenmesser, Variometer (zum Erkennen der Steig- oder Sinkgeschwindigkeit) und ein Fernthermometer, das die Temperatur in der Hülle anzeigt.

Der Betrieb eines modernen Heißluftballons besteht aus drei Phasen:

Füllen - Fahren - Landen.

Füllen beginnt am Boden. Ein Gebläse stößt Luft in die ausgelegte Hülle. Sobald diese ziemlich prall ist, wird der Brenner in Betrieb genommen, er heizt die Innenluft auf, bis sich der Ballon aufrichtet.

Fahren beginnt mit dem Abheben vom Boden. Das Steigen, Sinken und Höhe halten wird durch die Dauer der Heizperioden bestimmt. Steuern ist nicht möglich, da ein Ballon immer mit dem Wind treibt. Richtung und Geschwindigkeit werden also ausschließlich vom Wind bestimmt. Da aber in verschiedenen Höhen der Wind oft auch verschiedene Richtungen hat, ist es dem Piloten möglich, doch noch kleine Richtungsänderungen vorzunehmen. Bei extremen Wetterlagen ist sogar eine Umkehr möglich!

Die Landung. Wird durchgeführt, wenn sich nach tiefem Fahren eine geeignete Stelle anbietet. Die Rückholer, auch Verfolger genannt, sind während der ganzen Fahrt über Funk mit dem Piloten in Kontakt. Sie helfen, den Ballon wieder zu verpacken und bringen alle zum Ausgangspunkt zurück.

Die Ausbildung zum Ballonpiloten umfasst mindestens 20 Fahrstunden, davon 5 Stunden unter 0°C und 5 Stunden über 20°C sowie 60 Stunden Theorie in den Fächern Luftrecht, Meteorologie, Navigation, Technik mit Aerostatik und Verhalten in besonderen Fällen. Nach den Prüfungen erhält man den Luftfahrerschein mit dem Beiblatt D für Freiballonführer.
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